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Sharing Economy: Wirtschaft für die Zukunft?

Sharing Economy ist ein Konzept, dass sich vor allem dank digitaler Plattformen und Angebote in den vergangenen Jahren verbreitet hat. Es war jedoch schon vorher nichts Unbekanntes.

Nach der Definition geht es bei der Sharing Economy um das Bereitstellen und zeitweise Nutzen von Ressourcen, die also nicht für einen einzelnen Anwender käuflich erworben werden müssen. Das kann sich auf Güter, aber auch auf Wissen oder Informationen beziehen.

Zwei Frauen am Teilen

Worum geht es bei der Ökonomie des Teilens?

Damit die Sharing Economy funktionieren kann, muss es natürlich jemanden geben, der die gemeinsam genutzten Werte oder Güter zur Verfügung steht. In welcher Form das geschieht, ist in einer grossen Bandbreite von Umsetzungsmöglichkeiten zu realisieren. Das bei städtischen Nutzern beliebte Carsharing beispielsweise kann durch die Teilzeit-Verwendung von Fahrzeugen eines kommerziellen oder kommunalen Anbieters Wirklichkeit werden – aber über Plattformen wie Uber auch mithilfe beliebiger Teilnehmer. Je nach Modell werden auch die Betriebs-, Wartungs- und Instandsetzungskosten umgelegt. Sinn der Sache ist, nicht zu kaufen und damit vollumfänglich zu besitzen, was man nur gelegentlich benötigt. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und in gewissem Mass auch Verantwortung, wiederum bezogen auf Beispiel-Shares wie Automobile, denn der Gelegenheitsnutzer muss sich nicht um Steuern, Versicherung, Autowäsche und Reparaturen kümmern.

Bike Sharing

Popularität dank Internet-Anbindung

Gemeinsam genutzte Güter sind keine neue Idee – schon im Mittelalter kannte man das Gemeindeland, das von allen Dorfbewohnern genutzt wurde. Auch die Vorstellung, zusammen nur ein kostspieliges Tool anzuschaffen, hat es bereits vor dem Aufkommen des World Wide Web gegeben. Das Internet macht die Umsetzung der Sharing Economy jedoch sehr viel einfachen, denn mit der Registrierung auf einer Online-Plattform hat der interessierte User mühelos Zugriff auf variable Angebote, bei denen geteilt, getauscht oder verschenkt wird, was von Interesse ist. Und das kann alles sein. Dank der Bewertungsmöglichkeiten haben sowohl Anbieter als auch Nutzer ein Instrumentarium, mit dem sich die Spreu vom Weizen trennen lässt – seriöse Offerten und vertrauenswürdige Ausleiher können so zweifelsfrei identifiziert werden.

Zwei Personen am Handy

Diese Ebenen der Sharing Economy gibt es

An wen sich Sharing-Angebote wenden, ist besonders bei Plattformen, die ihre Services online Anbieten, abhängig vom Geschäftsmodell. Denkbar sind:

  • P2P – in diesem Fall finden sich Teilnehmer über die bereitgestellte App oder Plattform und nutzen eine Technologie, die den Austausch ermöglicht, gegebenenfalls gegen eine Vergütung der Teilnehmer. Hierzu gehören Plattformen wie Uber, Vinted oder AirBnB.
  • B2C – gibt Firmen die Möglichkeit, Kunden die Teilhabe an ihren Leistungen oder Produkten zu ermöglichen. Ein gängiges Beispiel ist das Angebot von Software-as-a-Service.
  • B2B – dies sind Konzepte, die es Unternehmen ermöglichen, untereinander Services, Maschinerien oder Produktionskonzepte auszuleihen.

All diese Konzepte gibt es bereits seit längerem, die Nutzung des Internets hat die Reichweite und einfache Handhabung jedoch deutlich verbessert.

 

Vorteile und Nachteile der gemeinschaftlichen Nutzung

Wie bei allen Innovationen gibt es auch bei der Sharing Economy zwei Seiten der Medaille. Die Vorteile für Nutzer, aber auch für Unternehmen sind vielfältig. Zu ihnen gehören:

  • Unkomplizierte, einfache Handhabung von Plattformen und Auswahl der gewünschten Güter oder Services.
  • Günstige Konditionen im Vergleich zu kommerziellen und Neuwaren-Angeboten sowie insgesamt hohe Ersparnis beim Leihen und Mieten, oder auch Kaufen von gebrauchten Waren.
  • Höhere Nachhaltigkeit, bessere Ressourcennutzung, geringere Umweltbelastung durch gemeinsame Verwendung oder mehrfache Nutzung und Verlängerung der Lebensdauer von Waren.
  • Zusätzliche Einkünfte über Plattform-Ökonomien für Anbieter und Verkäufer auch ohne komplizierte Einarbeitung oder Weiterbildung.
  • Einsichten in das Nutzerverhalten und vereinfachte Erhebung von Nutzerdaten für Unternehmen erleichtern zielführendes Marketing.

Die Nachteile liegen zum Teil schon jetzt auf der Hand. Die erwähnte leichte Datenerhebung fördert natürlich auch die Preisgabe eines Teils der Privatsphäre vor allem über elektronische Plattformen. Dies geht weit über Daten zur Person hinaus und reicht bis hin zur Erstellung detaillierter Präferenzprofile und Bewegungsdaten. Je nach Plattform ist auch die Haftung für die bezogenen Waren, Services oder Informationen unterschiedlich geregelt und erfordert zum Teil Eigeninformation bzw. den Rückbezug auf die verfügbaren Online-Bewertungen. Besondere Kritik gilt Sharing-Plattformen, bei denen die Kommerzialisierung bestimmter Dienstleistungen prekäre Arbeitsbedingungen für die Beschäftigen schafft – zu intransparenten Löhnen, nicht ausreichender Versicherung und keinerlei gewerkschaftlichem Schutz.

Symbolbild Sharing

Sharing Economies prägen die Wirtschaftslandschaft – doch sie bedürfen der Steuerung

Carsharing oder die unkomplizierte Vermietung von nicht benötigtem Wohnraum, ebenso wie der Verkauf gebrauchter Kleidung oder die Ausleihe von Büchern sind nur einige der Facetten der Sharing Economy. Die Ökonomie des Teilens wird von Privatpersonen und Unternehmen dank der einfachen Organisation über Plattformen immer stärker im Alltag genutzt. Das kann mit mehr Ersparnissen und erhöhter Nachhaltigkeit einhergehen, doch eine gewisse Regulierung seitens des Gesetzgebers sollte vorhanden sein, um Arbeitsverhältnisse, Haftung und Qualität zu sichern. Zur Kritik am meist digital geregelten Teilen gehört darüber hinaus, dass es des Zugangs zum Internet bedarf, um vollumfänglich Teilhabe zu erwirken. Personen oder Gruppen, die aufgrund ihrer Bildung oder Einkommensverhältnisse hier ausgeschlossen werden, sind somit von digitaler und in diesem Fall auch ökonomischer Ungleichheit betroffen, obwohl gerade sie von der Sharing Economy in manchen Lebensbereichen besonders profitieren würden.

Kommentar

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